Impressum Datenschutzerklärung

News
NEUES +++ NEUES +++ NEUES

Am Freitag, den 1. September, feierten wir das 25. Jubiläum von Frau Ute Hanauer.

ALLGEMEINES

Buchführungspflichten

ALLES ZUM MINDESTLOHN

Informationsbrief
Aufzeichnungsvorlage DATEV (aktualisiert)
Beispiel Arbeitszeitnachweis
Mindestlohn-Rechner

BLITZLICHT

April 2017
Mai 2017
Juli 2017
Oktober 2017
November 2017
Dezember 2017
Januar 2018
März 2018
April 2018
Juni 2018

Meine neue Internetseite ist nun endlich online.

Sie werden beim ersten Besuch schon bemerkt haben, dass wir Sie hier über alles Aktuelle informieren und auf dem Laufenden halten. Für weiterführende Fragen stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gerne persönlich zur Verfügung. Bitte benutzen Sie dazu unser Kontaktformular oder rufen Sie uns einfach an!

Steuerliche Fragen rund ums Auto für Selbständige und Unternehme

Frage 1: Ist mein Auto Privatsache? Oder kann ich die Kosten steuerlich geltend machen?
Für diese Frage spielt es keine Rolle, ob Ihr Auto neu oder gebraucht ist, allein die Nutzung ist entscheidend. Diese Frage sollten sie sich am besten stellen, wenn die Anschaffung eines Fahrzeuges geplant ist.
Grundlage für eine aussagekräftige Entscheidung ist zunächst die Aufzeichnung aller Fahrten über einen Zeitraum von 3 Monaten. Stellt sich heraus, dass das Auto mehr als zur Hälfte betrieblich genutzt wird, handelt es sich um ein Firmenfahrzeug. Die Fahrten von der Wohnung zum Betrieb zählen rechnerisch zu den betrieblichen Fahrten.
Nutzen Sie das Fahrzeug zu weniger als 10 % für den Betrieb, gehört es zum Privatvermögen. Für betriebliche Zwecke dürfen Sie derzeit 0,30 € pro gefahrenen Kilometer (für Fahrten Wohnung – Betrieb nur 0,30 € pro Entfernungskilometer) ansetzen. Alternativ können die tatsächlichen Kosten pro gefahrenen Kilometer angesetzt werden. Liegt der betriebliche Nutzungsanteil zwischen 10 % und 50 % können Sie in der Regel wählen, ob Ihr Auto zum Firmenwagen erklärt werden soll.

Frage 2: Welche Kosten für meinen Pkw kann ich steuerlich geltend machen?
Gehört das Fahrzeug zum Betrieb können prinzipiell alle Kosten angesetzt werden von der Autowäsche bis zu den Zinsen für die Fremdfinanzierung. Die Kosten für ein Neufahrzeug werden in der Regel auf 6 Jahre verteilt. Leasingraten können für gewöhnlich laufend geltend gemacht werden. Bei der Berechnung, welche Finanzierungsart günstiger ist, steht Ihnen die Steuerkanzlei Saar zur Verfügung.
Kosten für einen Luxus-Pkw wirken sich dagegen nur aus, soweit sie als angemessen anzusehen sind. Zu den nicht abziehbaren Kosten zählen Strafzettel und die Mautgebühren für die Urlaubsfahrt. Allerdings muss die private Nutzung entweder über die 1-Prozent-Regelung oder über die Fahrtenbuchmethode abgegolten werden.

Frage 3: 1-Prozent-Methode – was ist das überhaupt?
Die 1-Prozent-Methode regelt pauschal die private Nutzung in dem monatlich 1 % des inländischen Bruttolistenpreises eines Neuwagens als Einnahme versteuert wird. Im Allgemeinen zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Zusätzlich wird für Fahrten von der Wohnung zum Betrieb 0,03 % des Bruttolistenpreises x einfache Strecke in km x Arbeitstage dazu gerechnet und die Entfernungspauschale mit 0,30 € pro km abgezogen. Der Vorteil dieser Methode ist klar: Sie müssen keine Aufzeichnungen führen bzw. nicht die strengen Anforderungen eines Fahrtenbuches einhalten.

Frage 4: Wann lohnt es sich für mich ein Fahrtenbuch zu führen?
Ein Fahrtenbuch kann Sinn machen, wenn:

  • Sie überwiegend beruflich fahren,
  • der Bruttolistenpreis sehr hoch ist oder
  • das Fahrzeug schon älter ist oder gebraucht gekauft wurde.


Frage 5: Was muss ich beachten, wenn ich ein Fahrtenbuch führen möchte?
Die Eintragungen ins Fahrtenbuch müssen
  • zeitnah, möglichst täglich erfolgen,
  • lückenlos (Anfangs- und Endkilometerstand ist festzuhalten) sein,
  • genau, d. h. Datum der Fahrt, Uhrzeit, Fahrtziel und Fahrtzweck (Ausnahme: Privatfahrten, dann ist der Kilometerstand ausreichend)
  • nachträgliche Änderungen müssen technisch ausgeschlossen sein oder als solche deutlich erkennbar gemacht werden.


Frage 6: Welche Gründe führen zur Verwerfung des Fahrtenbuchs?
Geringste Fehler führen zur Verwerfung des Fahrtenbuchs.

Hier einige Beispiele aus der steuerlichen Praxis:
Stellt das Finanzamt anhand eines einheitlichen Schriftbildes über einen längeren Zeitraum fest, dass die Aufzeichnungen nicht zeitnah bzw. nachträglich erfolgt sind, entspricht das nicht mehr den Mindestanforderungen an ein Fahrtenbuch. Oder: umfangreiche Änderungen oder Ergänzungen z. B. aus einem persönlichen Kalender sprechen gegen zeitnahe Aufzeichnungen und sind höchstrichtlich zur Aberkennung des Fahrtenbuches geeignet.
Typische Beispiele sind auch mangelnde Übereinstimmung von Kilometerstand laut Fahrtenbuch im Vergleich zur Werkstattrechnung oder Abweichung des Tankortes auf dem Benzinbeleg zum Eintrag im Fahrtenbuch. Besser fährt man mit dem elektronischen Fahrtenbuch, etwa über fest eingebaute Geräte oder Nachrüstlösungen. Aber aufgepasst: nur wenn das elektronische Fahrtenbuch genauso exakt geführt wird wie eines in Papierform, kennt das Finanzamt das Fahrtenbuch an.

Frage 7: Was passiert, wenn das Fahrtenbuch nicht anerkannt wird?
In diesem Fall wird nachträglich die 1-Prozent-Methode angewandt. Wegen der Verzinsung von Steuernachforderungen nach § 233a AO von derzeit monatlich 0,5 % kann es zu empfindlichen Liquiditätsengpässen kommen, insbesondere wenn der Prüfungszeitpunkt länger zurückliegt und mehrere Jahre erfasst.

FAZIT:
Die Fragen zum betrieblichen Pkw sind so komplex, dass Sie immer ein individuelles Beratungsgespräch mit uns suchen sollten.

PETRA SAAR
Dipl.Kffr. Steuerberaterin

Autor: Petra Saar